(IC) Immer wieder die Legion...

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Re: (IC) Immer wieder die Legion...

Beitrag  Liyaniel am Mo Okt 31, 2016 9:48 pm



Die Rückkehr zum Turm von Azora währte nicht lang. Ebenso wie die Aufenthalte in Sturmwind sich nur auf wenige Stunden oder einen Tag beliefen, ehe die Erzmagierin ihrer Pflicht nachzugehen gedachte, die ebenso jemand anders hätte übernehmen können.

Der Verdacht, dass Magus Flixschwips nicht ganz sauber war, hatte sich in den vergangenen Wochen gar verhärtet. Eine ‚vertraulich‘ geführte Ermittlung gegen einen Kollegen, der verschwunden war, so dass die Erzmagierin nichts weiter vorfand als einen leeren Schreibtisch und schließlich von einem Rudel Teufelsjäger bedrängt und zur Flucht gezwungen wurde.

Zurück ins Lager im Rotkammgebirge, wieder zurück in den Wald von Elwynn, um die Spuren der Dämonen bis zu einer Höhle nördlich des Turms von Azora zurück zu verfolgen. Die Säuberung der Höhle, die ebenso mit einem Teleportationskreis versehen war, wie die Höhle in der Brennenden Steppe und gar eine kleine Armee dieser Kreaturen beherbergte, die mit ‚Sequester‘ gut verborgen wurden.

Kein Fund brachte zufriedenstellende Antworten. Doch war man sich einig, dass Flixschwips gefunden werden musste.





„Die Brigade ist zu Gast im Turm von Azora. Ein wenig ruhen, weitere Schritte besprechen. Wenn ich denn Ruhe finde. Sinuve zieht es vor, die Gastfreundschaft abzulehnen und hat ihr Zelt vor dem Turm aufgebaut. Ihr Verhalten lässt mich wahrlich daran zweifeln, ob diese Zusammenarbeit überhaupt funktionieren kann. Inzwischen sind mehr und mehr Bedenken aufgekommen, die ich bei nächster Gelegenheit äußern sollte. Söldner, die bei jeder Gelegenheit die Entscheidungen ihrer Vorgesetzten in Frage stellen und während eines Einsatzes Diskussionen beginnen, halte ich für bedenklich.
Ich habe am Ende allein den Teleportationskreis genutzt. Lediglich Merrandra schien gewillt, mich zu begleiten, obgleich ich es dann ablehnte. Ich möchte nicht am Ende von einer hysterischen Paladin angefallen werden, wenn etwas schief geht.
Der Teleportationskreis brachte mich lediglich aus der Höhle heraus. Eine Erleichterung, durchaus auch enttäuschend.

Wir tappen im Dunkeln. Alle Spuren sind kalt und die Gefahr zu präsent. Irgendeinen Weg müssen wir finden.“



„Wir werden morgen alle nach Sturmwind aufbrechen. Merrandra wird ihre Kontakte bei der Stadtwache bemühen und sich nach Akten über Flixschwips oder unserem Fall ähnliche Begebenheiten erkundigen. Ebenso werden wir Kontakt zu Magus Servantes ausnehmen. Er könnte uns eine große Hilfe sein und vielleicht findet sich in den Archiven in Dalaran etwas Nützliches über diesen Gnom. Wir müssen ihn finden. Ich weiß sonst wahrlich nicht, wie wir in dieser Sache weiter kommen können.

Das Äußern meiner Bedenken war offensichtlich ein Fehler. Jon ist furchtbar verärgert.
Während er nun Flixschwips‘ Räume durchsucht, sitze ich hier in meiner Kammer und warte auf seine Rückkehr. Belore, so wütend habe ich ihn nie erlebt. Nun, von dem Ereignis in der Steppe einmal abgesehen. Da war er auch sehr wütend, aber das hier war beängstigend und anders. Und ich weiß nicht einmal, wie ich es noch entschuldigen könnte. Ich fürchte, diesmal habe ich mir wirklich Ärger eingehandelt.“





Die folgenden Tage in Sturmwind waren gefüllt vom berüchtigten ‚Papierkram‘. Befugnisse, die erteilt werden mussten, die Delegation von Pflichten, damit Liyaniel sich der ‚Säuberung‘ der betroffenen Gebiete widmen konnte. Was so viel bedeutete, den Wald von Elwynn, das Rotkammgebirge und am Ende auch die Brennende Steppe Stück für Stück auszukundschaften und nach weiteren Aktivitäten zu suchen.
Derweil fand man heraus, dass Magus Flixschwips einst ein Magus der Kirin Tor war, doch unehrenhaft entlassen wurde. Unziemliche Verhaltensweisen, eine furchtbar schlechte Veröffentlichung und zudem ein mächtiges Arkanes Objekt, welches aus den Archiven des Turms von Azora verschwunden war und es dem Nutzer ermöglichte, größere Massen zu kontrollieren. Wenn die Ergebnisse der Analyse durch die Magier in Azora vollständig und korrekt waren.
Dank der Kirin Tor und vor allem Magus Servantes, konnte der Gnom mit einer Blutprobe, die in den Archiven Dalarans gelagert war, lokalisiert werden.
Von mehreren Punkten aus wurde der Zauber ausgeführt, um ein Gebiet einzugrenzen, welches der Hauptmann dann auskundschaften sollte.





„Im Rotkammgebirge bin ich doch tatsächlich auf Probleme gestoßen. Nun schmerzt mein ganzer Körper und weder dieses Getränk noch die Pfeife noch Jon haben es besser gemacht. Ich frage mich, ob diese unverschämte Äußerung wirklich von ihm kam oder ich bereits in den Schlaf geglitten war und träumte.

Es ist schwer sich auf seine Aufgaben zu konzentrieren, wenn einem zu viele andere Dinge im Kopf herum spuken. Doch verschwinden die eigenen Sorgen, Nöte, Ängste und sonstigen Unlöblichkeiten nicht, selbst wenn die Legion Azeroth bedroht.

Wenigstens die Legion ist eine Gewissheit.

Heute Abend breche ich zur Brennenden Steppe auf. Es wird wirklich Zeit, dass ich die Säuberung der betroffenen Gebiete abschließe.“



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Re: (IC) Immer wieder die Legion...

Beitrag  Liyaniel am Di Nov 29, 2016 10:57 am



Sturmwind, 28ter Tag des 11ten Monats




Verehrter Magister Feuersturm,

verzeiht meine Vernachlässigung, doch nach dem letzten Einsatz – der alles andere als zufriedenstellend verlief – benötigte ich dringend einige Tage der Ruhe und Muße.
Einen Kollegen unserer Zunft mit eigenen Augen auf solch grausame Weise sterben zu sehen, hat selbst mich erschüttert.
Es gibt einige Magier zu beklagen, die den Machenschaften eines korrupten Magus zum Opfer fielen. Wahrlich eine unvorstellbare Begebenheit.
Dieser sonst doch recht nutzlose Wicht ließ sich von der Legion verführen, brachte in Höhlen Teufelsjäger unter, um gezielt Magier in ihre Nähe zu schicken und zu verfüttern. Ihr könnt Euch denken, welch Größe dieses Rudel erlangte, nachdem sie ausreichend Arkane Energien für ihre Mitose sammelten.
Ich bin mir recht sicher, dass es mehr Opfer gegeben haben muss, sie waren zahlreich.

Uns hätte vermutlich das gleiche Schicksal ereilt, hätte ich mich nicht um eine Eskorte außerhalb unserer Reihen bemüht.
Das Überleben war durchaus die Ärgernisse mit dieser vertrockneten Pflaume wert, die sich anmaßt dieselben Privilegien zu fordern, die mir zuteilwerden. Ihr erinnert Euch vielleicht an meine Erzählung über diese Paladin, die in ihrer Hysterie und übertriebenen Besorgnis einer alternden Mutter das Schwert gegen mich zu ziehen gedachte.
Was diesen Wicht anbelangt, so nahm es doch einige Zeit in Anspruch, bis er endlich gefunden werden und inhaftiert werden konnte. Nichts, was auf ein unfreiwilliges, durch geistbeeinflussende Zauber geprägtes Handeln schließen lässt. Sein sicherer Tod.
Magus Servantes, der Kirin Tor, hat recht viel seiner kostbaren Zeit investiert, um in den Gedanken und Erinnerungen des Gnoms zu suchen, bis wir schließlich auch den mutmaßlichen Verursacher finden konnten.
Da wären wir wieder bei dem Magus, der auf so grausame Weise starb.
Nicht nur, dass sein Körper von diesem Annihilan als Wirt benutzt wurde, nein, er brach förmlich aus dem bedauernswerten Mann heraus, als sei er schlicht ein Portal.
Ich versuchte den Dämon zu versteinern, doch unlöblicherweise muss dieser Zauber reflektiert worden sein.

Immerhin gingen wir aus diesem Kampf, wie man mir berichtete, siegreich hervor. Ich selbst habe das Finale verpasst.

Nach diesen Begebenheiten hätte ich es wahrlich vorgezogen für einige Tage zu verreisen, doch mein erwählter Begleiter brachte den Einwand hervor, dass es ein ungünstiger Zeitpunkt wäre, womit er durchaus recht hat. So bot er mir an, einige Tage auf seinem Schiff zu verweilen. Daraus ist inzwischen mehr als eine Woche geworden und auch, wenn zwischendurch die Muße zur Langeweile führt, kann ich nicht abstreiten, mich hier sehr wohl zu fühlen. Auch wenn er sich ständig anmaßt, meine persönlichen Dinge in eine Truhe zu räumen.
Ich beuge mich den Regeln, und es ändert nichts daran, dass ich mich hier gewissermaßen wieder zu Hause fühle. Als sei ich nie fort gewesen, nur der Bewohner der Kajüte hat sich verändert.
Beim Licht der Sonne, ich bitte Euch an dieser Stelle Euch Eure Kommentare zu sparen.

Übrigens hat er mir eine Reise gewährt, die innerhalb der Stadtmauern stattfand. Ich muss Euch unbedingt davon erzählen. Es war eine außerordentliche Erfahrung, der keine Worte, keine Zeilen in einem Brief gerecht werden würden.
Sobald es mir möglich ist, nach Dalaran zu reisen. Ich muss Euch den Hauptmann unbedingt vorstellen. Er mag ein Mensch sein und Euch damit unwürdig erscheinen, doch er ist wahrlich etwas Besonderes. Ihr werdet es verstehen, wenn Ihr ihn persönlich trefft.

Doch vorerst werde ich mir weitere Tage der Erholung genehmigen, sofern meine Anwesenheit auf dem Schiff nicht zu stören beginnt. Es wäre entsetzlich, wenn zu viel meiner Person zu Unwohlsein führt.  

Im Magierturm wird meine Anwesenheit erwartet. Gleich morgen früh werde ich mich wieder sehen lassen. Es geht wohl um eine neue Aufgabe, die meine Aufmerksamkeit erfordert.
Möge jener Auftrag mit weit weniger Leichen aus den eigenen Reihen gepflastert sein.

Bitte schreibt mir bald, ich hungere nach Neuigkeiten!


Ergebenst,

Liyaniel Abendlied

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